Ein Mann zwischen Rebellion und Verrat: Der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Deutsch am 17. November im Stadtarchiv Pforzheim wirft neues Licht auf das Leben des Kanzleisekretärs Johann Elias Meichsner – und auf seine spektakuläre Flucht nach Pforzheim.

Pforzheim – War er ein Intrigant, Mitläufer oder gar ein missverstandener Held des Bauernkriegs? Am 17. November 2025 um 19 Uhr lädt das Stadtarchiv Pforzheim in Zusammenarbeit mit der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim zu einem spannenden Online-Vortrag mit dem Titel „Bauernkriegs-Held oder Bösewicht? Die Flucht des Kanzleisekretärs Johann Elias Meichsner nach Pforzheim“ ein.

Referent ist der renommierte Rechtshistoriker Prof. Dr. Andreas Deutsch, Leiter der Forschungsstelle Deutsches Rechtswörterbuch an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er beleuchtet die widersprüchliche Rolle des Stuttgarter Kanzleisekretärs Johann Elias Meichsner – ein Mann, der einerseits als Verräter am Bauernführer und Künstler Jörg Ratgeb gilt, andererseits aber auch aktiv den Widerstand gegen das Heer des Schwäbischen Bundes unterstützte.

Ein Blick in die Welt geschmiedeter Wirtshausschilder: Am 29. September referiert Kunsthistorikerin Dr. Elke Pastré im Stadtarchiv Pforzheim über die Tradition, Bedeutung und Symbolik regionaler Gasthausschilder – mit besonderem Blick auf das „Goldene Lamm“.

Pforzheim – Wer heute durch Altstädte schlendert, entdeckt sie oft nur noch als nostalgische Dekoration: kunstvoll geschmiedete Wirtshausschilder. Doch was heute romantisch wirkt, hatte einst eine tiefgreifende Bedeutung – rechtlich, sozial und kulturell. Diesem spannenden Thema widmet sich ein öffentlicher Vortrag am 29. September um 19 Uhr im Stadtarchiv Pforzheim (online).

Die Veranstaltung trägt den Titel „Regionale Wirtshausschilder und ihre Bedeutung“ und findet in Zusammenarbeit mit der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim statt. Referentin ist die renommierte Kunsthistorikerin Dr. Elke Pastré, gebürtige Pforzheimerin und ausgewiesene Expertin für Architektur- und Kulturgeschichte.

Bereits im 16. Jahrhundert waren Wirtshausschilder nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern ein rechtlich reguliertes Vertrauenssymbol. Nur Wirte mit nachgewiesener Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit durften eine sogenannte „Schildgerechtigkeit“ führen.

Vor 112 Jahren wurde Dillweißenstein nach Pforzheim eingemeindet. Was einst eine Notwendigkeit war, hat sich bis heute zu einer stabilen Verbindung mit starkem Eigenleben entwickelt – ein Stadtteil mit Charakter, Geschichte und Zukunft.

Pforzheim-Dillweißenstein – Bereits 112 Jahre sind vergangen, seit die einst selbstständige Gemeinde Dillweißenstein am 1. Januar 1913 in die Stadt Pforzheim eingegliedert wurde. Was damals aus wirtschaftlichem und infrastrukturellem Druck geschah, gilt heute als historisch bedeutsamer Meilenstein in der Stadtentwicklung.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand Dillweißenstein vor großen Herausforderungen: Moderne Kanalisation, Energieversorgung und der Anschluss an das Straßenbahnnetz überforderten die Möglichkeiten der kleinen Gemeinde. Die Eingemeindung war für viele daher ein notwendiger Schritt – wenn auch nicht ohne emotionale Hürden.

Ein Gewinn für beide Seiten

Pforzheim profitierte ebenfalls: Besonders die Erschließung des Rodgebiets, das geologisch auf Dillweißensteiner Gemarkung lag, aber mehrheitlich Pforzheimer Eigentum war, konnte nun zentral geplant werden. Auch die Integration eines großen, unbelasteten Waldgebietes und

Einst "größte Kettenfabrik der Welt", heute Zentrum für Kunst, Bildung und Handwerk – das Kollmar & Jourdan Haus in Pforzheim zeigt, wie erfolgreicher Strukturwandel in einem historischen Industriegebäude gelingen kann.

Pforzheim – Wer heute das imposante Gebäude an der Bleichstraße betritt, ahnt vielleicht nicht sofort: Hier stand einst die größte Kettenfabrik der Welt. Die ehemalige Uhrkettenfabrik Kollmar & Jourdan AG, gegründet um die Wende zum 20. Jahrhundert, war ein industrielles Aushängeschild Pforzheims und gleichzeitig ein architektonisches Vorzeigeobjekt der damaligen Zeit.

Pionierbau und Industriegeschichte

Zwischen 1901 und 1910 erbaut, setzte das Gebäude neue Maßstäbe: eine moderne Skelettbauweise, ummantelte Stahlträger, ein eigenes Kraftwerk mit Kesselhaus – für die damalige Zeit ein Paradebeispiel innovativer Industriearchitektur. Eine Neujahrskarte um 1910 rühmte das Unternehmen stolz als „größte Kettenfabrik der Welt“.

Zerstörung und Wiederaufbau

Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Werk schwere Schäden, insbesondere der nordöstliche Gebäudeflügel wurde zerstört. Nach dem Konkurs von Kollmar & Jourdan im Jahr

Die Hochschule Pforzheim zählt mit rund 6.000 Studierenden zu den größten Angewandten Wissenschaften in Baden-Württemberg. Die Kombination aus Kreativität, Technik und Wirtschaft sowie intensive Praxispartnerschaften machen sie zu einem gefragten Wissenschaftspartner.

Pforzheim. Die Hochschule Pforzheim überzeugt durch eine einzigartige Verbindung von Kreativität, technischer Expertise und wirtschaftlichem Know-how. Mit ihren drei Fakultäten – Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft und Recht – bietet sie ein breites Spektrum an Studienmöglichkeiten und genießt einen erstklassigen Ruf in Wissenschaft, Forschung und Lehre.

Mit rund 6.000 Studierenden zählt die Hochschule Pforzheim zu den größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Erfolg basiert auf der engen Verzahnung von Theorie und Praxis, die durch die Qualifikation und Praxiserfahrung der rund 480 Professoren und Lehrbeauftragten sowie durch zahlreiche Kooperationen mit regionalen und überregionalen Unternehmen gewährleistet wird.

Das Studienangebot umfasst 28 Bachelor- und 19 Masterstudiengänge, die gezielt Kreativität, technische Präzision und wirtschaftliches Denken verbinden. Diese interdisziplinäre Ausrichtung macht die Hochschule zu

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