Rund 190 Gäste kamen am 11. März im Reuchlinhaus zusammen. Die Veranstaltung thematisierte Gleichberechtigung und Repräsentanz in der Musikwelt.
Rund 190 Gäste versammelten sich am 11. März im Reuchlinhaus in Pforzheim, um den Weltfrauentag zu begehen. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Wer hört wen? – Über Repräsentanz, Erfolg und Gleichberechtigung in der Musikwelt“.
Erster Bürgermeister Dirk Büscher betonte in seiner Begrüßung die weiterhin große Bedeutung des Weltfrauentags. Er erklärte, dass auf dem Weg zur Gleichberechtigung weiterhin erhebliche Anstrengungen erforderlich seien.
Lea Niewerth verwies darauf, dass Sichtbarkeit eine grundlegende Voraussetzung für Anerkennung und Erfolg sei. Wenn weibliche Perspektiven selbstverständlich Teil des kulturellen Lebens seien, könnten sich auch bestehende Strukturen verändern.
Unter den Gästen befanden sich Abgeordnete des Bundestags und des Landtags, Mitglieder des Pforzheimer Gemeinderats sowie Akteurinnen aus dem Gleichstellungsnetzwerk. Auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Veranstaltung teil.
Im Mittelpunkt des Abends standen strukturelle
Hürden in der Musikbranche. Frauen seien zwar häufig auf Bühnen vertreten, jedoch in Führungspositionen, am Dirigierpult oder bei der Vergabe von Fördermitteln weiterhin unterrepräsentiert. Ein Gender-Pay-Gap von über 25 Prozent wurde als Beispiel für wirtschaftliche Ungleichheiten genannt.
Das musikalische Programm gestaltete das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Anna Becker. Das von Cheryl Swoboda kuratierte Programm mit dem Titel „Salate, Szenen und Sinfonien“ präsentierte ausschließlich Werke von Komponistinnen. Dazu gehörten Stücke von Dobrinka Tabakova, Nokuthula Ngwenyama und Louise Farrenc.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim erklärte, das große Interesse an der Veranstaltung sende ein wichtiges Signal. Gleichberechtigung sei eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe und nicht auf einen einzelnen Anlass beschränkt.
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