Von der römischen Furt bis zur Brückeneinweihung 1954: Die Altstädter Brücke in Pforzheim war über Jahrhunderte ein zentraler Ort der Stadtentwicklung und erzählt spannende Kapitel der Stadtgeschichte – von Industrie, Krieg und Wiederaufbau.

Altstädter Brücke in Pforzheim – Vom römischen Übergang zur modernen Verbindung

PFORZHEIM. Die Altstädter Brücke ist mehr als nur ein Verkehrsbauwerk – sie ist ein Zeugnis von über 2000 Jahren Stadtgeschichte. Bereits die Römer nutzten die Furt durch die Enz, an der um das Jahr 90 n. Chr. der Ort PORTUS entstand – die Keimzelle des heutigen Pforzheims.

Die Altstadt, mit der Martinskirche als religiösem Zentrum, entwickelte sich in unmittelbarer Nähe des Übergangs über die Enz. Der strategische Flussübergang war über Jahrhunderte hinweg entscheidend für Handel, Militär und Stadtentwicklung.

Holz, Eisen und Zerstörung – Der Wandel der Brücke

Ab 1383 ist eine hölzerne Brücke an dieser Stelle bezeugt. Sie wurde regelmäßig durch Hochwasser zerstört und musste mehrfach erneuert

Zeitreise an der Nagold: Die Kallhardtbrücke in Pforzheim war einst Verkehrsader, heute ist sie Ausgangspunkt für Natur, Geschichte und Wanderlust. Eine Brücke zwischen Stadtgeschichte und Schwarzwald.

Pforzheim – Die Kallhardtbrücke an der Nagold ist mehr als nur ein Verkehrsweg. Sie ist ein Ort gelebter Stadtgeschichte, Symbol des Wiederaufbaus und Startpunkt bedeutender Schwarzwaldwanderwege.

Im Jahr 1928 wurde die heutige Kallhardtbrücke als moderne zweibogige Eisenbetonbrücke zwischen Calwer- und Bleichstraße errichtet. Zunächst trug sie den Namen Hindenburgbrücke, benannt nach dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Im Gegensatz zu anderen Brücken überstand sie den Zweiten Weltkrieg unversehrt. 1945 wurde sie in Kallhardtbrücke umbenannt.

Ein Ort der Bewegung – früher mit der Straßenbahn, heute zu Fuß

Schon 1935 verkehrte eine Straßenbahn über die Brücke. Direkt angrenzend verläuft der Davosweg, ein 1883 angelegter Spazierweg entlang der Nagold, der sich über die Jahrzehnte zu einem beliebten Wanderweg entwickelte. Der Bichlerstein, ein bronzenes Relief zu Ehren des Schmuckfabrikanten Eduard

Vom mittelalterlichen Pferdeübergang bis zur modernen Verkehrsbrücke – die Geschichte der Roßbrücke in Pforzheim erzählt von Kriegen, Architekturwandel und städtischer Erinnerungskultur. Ein Rückblick auf den historischen und städtebaulichen Wandel rund um Roßbrücke und Sedanplatz.

Pforzheim – Kaum ein Ort in Pforzheim vereint so viel Stadtgeschichte wie die Roßbrücke und der angrenzende Sedanplatz. Vom ersten Nachweis auf dem Merian-Stich aus dem 17. Jahrhundert bis zur modernen Neugestaltung in den 1990er Jahren spiegelt sich hier der Wandel von Krieg, Wiederaufbau und urbaner Erneuerung wider.

Mittelalterlicher Ursprung: Der Name sagt alles

Schon 1643 ist die Roßbrücke in der Stadtansicht des Kupferstechers Matthäus Merian zu erkennen. Die ursprüngliche Holzbrücke verband das Schäfertor mit der heutigen Leopoldstraße und diente als Pferdetränke – daher der Name „Roßbrücke“.

Stadtentwicklung vor 1945

Zwischen 1902 und 1912 wurden Enz und Nagold kanalisiert, um Hochwasser zu vermeiden. Parallel entstand eine Promenade mit Arkadenbauten, die der Innenstadt ein neues Gesicht gaben. 1910

Vom einst prachtvollen Sakralbau zum Gedenkort – der Platz der Synagoge in Pforzheim steht sinnbildlich für das dunkelste Kapitel der Stadtgeschichte, aber auch für den städtebaulichen Neuanfang nach 1945. Ein historischer Rückblick auf Zerstörung, Erinnerung und moderne Architektur.

Pforzheim. Der Platz der Synagoge in der Innenstadt ist ein Ort, an dem sich historische Tragödie und städtebaulicher Wandel überschneiden. Einst stand hier die prachtvolle Synagoge der israelitischen Kultusgemeinde – heute erinnert ein Mahnmal an deren gewaltsame Zerstörung während der Novemberpogrome 1938.

Die Synagoge wurde 1892 nach Plänen des renommierten Karlsruher Architekten Ludwig Levy errichtet. Mit ihrer maurisch-neoromanischen Kuppelarchitektur aus rotem Sandstein und grünen Ziegelbändern war sie ein architektonisches Wahrzeichen Pforzheims. Am 10. November 1938 – dem Morgen nach der sogenannten Reichspogromnacht – wurde sie durch nationalsozialistische Täter zerstört und geplündert. Kultgegenstände wurden in den angrenzenden Mühlbach geworfen. Die jüdische Gemeinde wurde gezwungen, das Gotteshaus selbst abzureißen. Das Grundstück ging in Privatbesitz über.

Pforzheim tritt in die Pedale: Über 1.100 Radfahrende sammelten beim diesjährigen Stadtradeln beeindruckende 225.000 Kilometer – und setzten ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz.

Rekord beim Stadtradeln 2025 in Pforzheim: Über 225.000 Kilometer für den Klimaschutz

Vom 16. Mai bis 5. Juni 2025 haben 1.113 Pforzheimerinnen und Pforzheimer drei Wochen lang bewiesen, wie alltagstauglich das Fahrrad in ihrer Stadt ist. Im Rahmen der bundesweiten Aktion Stadtradeln setzten sie gemeinsam ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz. Am 18. Juli wurden die Gewinnerinnen und Gewinner bei einer feierlichen Preisverleihung auf der schwimmenden Bühne von „Enz live“ ausgezeichnet.

Mehr Fahrten, mehr Engagement: Rekorde für Pforzheim

Mit 18.057 Fahrten wurde der bisherige Rekord des Vorjahres um rund 1.500 Fahrten übertroffen. Insgesamt legten die Teilnehmenden 225.191 Kilometer mit dem Fahrrad zurück – und sparten dabei etwa 37 Tonnen CO₂ im Vergleich zu Autofahrten ein. Besonders im Fokus standen dabei die alltäglichen Fahrten

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