Ein stillgelegter Steinbruch, ein Symbol für Trümmer und Erinnerung: Der Wallberg in Pforzheim erzählt von Weinbau, Kriegszerstörung und einer Stadt, die nicht vergessen will.
Pforzheim – Er erhebt sich eindrucksvoll über dem Brötzinger Tal: Der Wallberg, heute Gedenkstätte und Kulturdenkmal, war einst ein Weinberg, später ein Steinbruch – und schließlich ein Ort der Mahnung an die zerstörerische Kraft des Zweiten Weltkriegs.
Schon im 15. Jahrhundert wurde am Südhang des Wallbergs Weinbau betrieben. Die Herren von Rüppur bewirtschafteten hier laut Urkunden aus dem Jahr 1450 große Weingüter. Doch der Niedergang des Anbaus im 19. Jahrhundert ließ neue Nutzungen folgen – etwa Obst- und Beerenkulturen.
Abgebaut wurde auf dem Wallberg auch: In mehreren Steinbrüchen gewann man bis 1933 Muschelkalk. Während des Zweiten Weltkriegs errichtete die Wehrmacht am Südhang einen Bunker, der 1945 gesprengt wurde. Schon im Ersten Weltkrieg befand sich auf dem Berg eine Fliegerwache, später diente er als Flugabwehrstellung.
Gleichzeitig war der