Die Pforzheim Galerie verbindet Industriegeschichte mit einer vielfältigen Kunstlandschaft aus der Region und Südwestdeutschland. In der ehemaligen Schmuckfabrik Kollmar & Jourdan trifft historische Architektur auf Werke bedeutender Künstlerinnen und Künstler – von Carl Spitzweg bis zur zeitgenössischen Avantgarde.

Pforzheim. Die Pforzheim Galerie – offiziell „Städtische Galerie für regionale Kunst“ – zählt zu den wichtigsten Kulturinstitutionen der Region Nordschwarzwald. Untergebracht in den lichtdurchfluteten Räumen der ehemaligen Schmuckfabrik Kollmar & Jourdan in der Bleichstraße, bietet sie einen umfassenden Einblick in die regionale Kunstgeschichte vom 19. bis zum 21. Jahrhundert.

Im Zentrum steht die städtische Kunstsammlung mit Werken von Künstlerinnen und Künstlern, die entweder aus Pforzheim stammen oder in engem Bezug zur Region stehen. Besonders betont werden dabei Positionen aus dem Fachbereich Gestaltung der Hochschule Pforzheim – etwa von renommierten Künstlern wie Jürgen Brodwolf oder Ben Willikens.

Die Galerie sieht sich als Nachfolgerin der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Städtischen Galerie im Bohnenberger Schlössle. Ein

Von alten Rezepten bis zur Besteckproduktion: Das Stadtarchiv Pforzheim lädt am 1. Dezember 2025 zu einer genussvollen Zeitreise in die Esskultur der Region ein – inklusive kleiner kulinarischer Kostproben.

Pforzheim – Was kam früher auf den Tisch in Pforzheim? Welche Rolle spielten Besteckhersteller der Region in der Esskultur? Und wie veränderten sich die kulinarischen Gewohnheiten über die Jahrhunderte? Antworten auf diese Fragen gibt es bei der Archivführung „Aufgetischt – Archivführung durch die Pforzheimer Esskultur“ am 1. Dezember 2025 um 19 Uhr im Stadtarchiv Pforzheim.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur Sonderausstellung „Aufgetischt – eine kulinarische Weltreise“ des Schmuckmuseums Pforzheim (25.10.2025–19.04.2026) und findet in Zusammenarbeit mit der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim sowie dem Förderverein für das Stadtarchiv Pforzheim statt.

Die beiden Archivarinnen Andrea Binz-Rudek und Dr. Klara Deecke führen durch historische Quellen, darunter Kochbücher, Rezeptsammlungen, Unterlagen Pforzheimer Besteckwarenhersteller sowie Dokumente zur lokalen Gastronomie. Besucher erhalten so einen spannenden Einblick in

Ein Mann zwischen Rebellion und Verrat: Der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Deutsch am 17. November im Stadtarchiv Pforzheim wirft neues Licht auf das Leben des Kanzleisekretärs Johann Elias Meichsner – und auf seine spektakuläre Flucht nach Pforzheim.

Pforzheim – War er ein Intrigant, Mitläufer oder gar ein missverstandener Held des Bauernkriegs? Am 17. November 2025 um 19 Uhr lädt das Stadtarchiv Pforzheim in Zusammenarbeit mit der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim zu einem spannenden Online-Vortrag mit dem Titel „Bauernkriegs-Held oder Bösewicht? Die Flucht des Kanzleisekretärs Johann Elias Meichsner nach Pforzheim“ ein.

Referent ist der renommierte Rechtshistoriker Prof. Dr. Andreas Deutsch, Leiter der Forschungsstelle Deutsches Rechtswörterbuch an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er beleuchtet die widersprüchliche Rolle des Stuttgarter Kanzleisekretärs Johann Elias Meichsner – ein Mann, der einerseits als Verräter am Bauernführer und Künstler Jörg Ratgeb gilt, andererseits aber auch aktiv den Widerstand gegen das Heer des Schwäbischen Bundes unterstützte.

Ein Blick in die Welt geschmiedeter Wirtshausschilder: Am 29. September referiert Kunsthistorikerin Dr. Elke Pastré im Stadtarchiv Pforzheim über die Tradition, Bedeutung und Symbolik regionaler Gasthausschilder – mit besonderem Blick auf das „Goldene Lamm“.

Pforzheim – Wer heute durch Altstädte schlendert, entdeckt sie oft nur noch als nostalgische Dekoration: kunstvoll geschmiedete Wirtshausschilder. Doch was heute romantisch wirkt, hatte einst eine tiefgreifende Bedeutung – rechtlich, sozial und kulturell. Diesem spannenden Thema widmet sich ein öffentlicher Vortrag am 29. September um 19 Uhr im Stadtarchiv Pforzheim (online).

Die Veranstaltung trägt den Titel „Regionale Wirtshausschilder und ihre Bedeutung“ und findet in Zusammenarbeit mit der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim statt. Referentin ist die renommierte Kunsthistorikerin Dr. Elke Pastré, gebürtige Pforzheimerin und ausgewiesene Expertin für Architektur- und Kulturgeschichte.

Bereits im 16. Jahrhundert waren Wirtshausschilder nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern ein rechtlich reguliertes Vertrauenssymbol. Nur Wirte mit nachgewiesener Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit durften eine sogenannte „Schildgerechtigkeit“ führen.

Vor 112 Jahren wurde Dillweißenstein nach Pforzheim eingemeindet. Was einst eine Notwendigkeit war, hat sich bis heute zu einer stabilen Verbindung mit starkem Eigenleben entwickelt – ein Stadtteil mit Charakter, Geschichte und Zukunft.

Pforzheim-Dillweißenstein – Bereits 112 Jahre sind vergangen, seit die einst selbstständige Gemeinde Dillweißenstein am 1. Januar 1913 in die Stadt Pforzheim eingegliedert wurde. Was damals aus wirtschaftlichem und infrastrukturellem Druck geschah, gilt heute als historisch bedeutsamer Meilenstein in der Stadtentwicklung.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand Dillweißenstein vor großen Herausforderungen: Moderne Kanalisation, Energieversorgung und der Anschluss an das Straßenbahnnetz überforderten die Möglichkeiten der kleinen Gemeinde. Die Eingemeindung war für viele daher ein notwendiger Schritt – wenn auch nicht ohne emotionale Hürden.

Ein Gewinn für beide Seiten

Pforzheim profitierte ebenfalls: Besonders die Erschließung des Rodgebiets, das geologisch auf Dillweißensteiner Gemarkung lag, aber mehrheitlich Pforzheimer Eigentum war, konnte nun zentral geplant werden. Auch die Integration eines großen, unbelasteten Waldgebietes und

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