Was einst Zentrum der mittelalterlichen Neustadt war, wurde 1945 fast vollständig zerstört – und doch ist der Pforzheimer Marktplatz heute lebendiger denn je. Ein Blick auf Geschichte und Wiederaufbau des wichtigsten Platzes der Stadt.

Pforzheim. Der Marktplatz war über Jahrhunderte Herz und Mittelpunkt der Goldstadt – geprägt von prachtvoller Architektur, historischen Bauten und städtischem Leben. Die Zerstörung durch den verheerenden Luftangriff am 23. Februar 1945 ließ von dieser Pracht kaum etwas zurück. Doch Pforzheim baute wieder auf – modern, funktional und mit neuem Selbstverständnis.

Historisches Zentrum seit dem 12. Jahrhundert

Der Marktplatz entstand als Zentrum der staufischen Neustadt im 12. Jahrhundert. Ein markantes Bauwerk war der Marktbrunnen an der Nordseite, der 1548 ein Standbild erhielt und nach Markgraf Ernst benannt wurde. Über Jahrhunderte hinweg diente er als städtischer Treffpunkt und messtechnischer Mittelpunkt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg prägten eindrucksvolle Gebäude das Bild des Platzes. Dazu zählten das Rathaus im Neorenaissancestil von Stadtbaumeister

Vom barocken Kloster über den Jugendstil bis zur modernen Architektur der 1950er – der Blumenhof in Pforzheim ist ein Ort mit vielschichtiger Geschichte. Wie der Dreiflüssebrunnen, das Barfüßerkloster und markante Verwaltungsbauten über die Jahrhunderte das Stadtbild geprägt haben, zeigt dieser historische Rückblick.

Blumenhof in Pforzheim – Historischer Wandel eines Stadtquartiers

Der Blumenhof im Zentrum Pforzheims ist weit mehr als nur ein Platz mit Sitzgelegenheiten und Durchgangswegen – er ist ein Ort mit historischer Tiefe, architektonischer Vielfalt und städtischem Wandel.

Bereits um das Jahr 1270 begann hier der Bau des Franziskaner- oder Barfüßerklosters. Diese Klosteranlage prägte das Viertel jahrhundertelang. Der heute noch bekannte Name „Barfüßergasse“ erinnert daran. Das Kloster brachte zwei bedeutende Gelehrte hervor: Konrad Pellikan und Sebastian Münster. Nach der Zerstörung 1689 nutzten verschiedene Religionsgemeinschaften die verbliebenen Gebäudeteile.

Im frühen 20. Jahrhundert dominierte das großherzoglich-badische Bezirksamt das Gebiet. 1903 im Jugendstil errichtet, galt es als erstes badisches Staatsbauwerk dieser Art. Der

Von der römischen Furt bis zur Brückeneinweihung 1954: Die Altstädter Brücke in Pforzheim war über Jahrhunderte ein zentraler Ort der Stadtentwicklung und erzählt spannende Kapitel der Stadtgeschichte – von Industrie, Krieg und Wiederaufbau.

Altstädter Brücke in Pforzheim – Vom römischen Übergang zur modernen Verbindung

PFORZHEIM. Die Altstädter Brücke ist mehr als nur ein Verkehrsbauwerk – sie ist ein Zeugnis von über 2000 Jahren Stadtgeschichte. Bereits die Römer nutzten die Furt durch die Enz, an der um das Jahr 90 n. Chr. der Ort PORTUS entstand – die Keimzelle des heutigen Pforzheims.

Die Altstadt, mit der Martinskirche als religiösem Zentrum, entwickelte sich in unmittelbarer Nähe des Übergangs über die Enz. Der strategische Flussübergang war über Jahrhunderte hinweg entscheidend für Handel, Militär und Stadtentwicklung.

Holz, Eisen und Zerstörung – Der Wandel der Brücke

Ab 1383 ist eine hölzerne Brücke an dieser Stelle bezeugt. Sie wurde regelmäßig durch Hochwasser zerstört und musste mehrfach erneuert

Zeitreise an der Nagold: Die Kallhardtbrücke in Pforzheim war einst Verkehrsader, heute ist sie Ausgangspunkt für Natur, Geschichte und Wanderlust. Eine Brücke zwischen Stadtgeschichte und Schwarzwald.

Pforzheim – Die Kallhardtbrücke an der Nagold ist mehr als nur ein Verkehrsweg. Sie ist ein Ort gelebter Stadtgeschichte, Symbol des Wiederaufbaus und Startpunkt bedeutender Schwarzwaldwanderwege.

Im Jahr 1928 wurde die heutige Kallhardtbrücke als moderne zweibogige Eisenbetonbrücke zwischen Calwer- und Bleichstraße errichtet. Zunächst trug sie den Namen Hindenburgbrücke, benannt nach dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Im Gegensatz zu anderen Brücken überstand sie den Zweiten Weltkrieg unversehrt. 1945 wurde sie in Kallhardtbrücke umbenannt.

Ein Ort der Bewegung – früher mit der Straßenbahn, heute zu Fuß

Schon 1935 verkehrte eine Straßenbahn über die Brücke. Direkt angrenzend verläuft der Davosweg, ein 1883 angelegter Spazierweg entlang der Nagold, der sich über die Jahrzehnte zu einem beliebten Wanderweg entwickelte. Der Bichlerstein, ein bronzenes Relief zu Ehren des Schmuckfabrikanten Eduard

Vom mittelalterlichen Pferdeübergang bis zur modernen Verkehrsbrücke – die Geschichte der Roßbrücke in Pforzheim erzählt von Kriegen, Architekturwandel und städtischer Erinnerungskultur. Ein Rückblick auf den historischen und städtebaulichen Wandel rund um Roßbrücke und Sedanplatz.

Pforzheim – Kaum ein Ort in Pforzheim vereint so viel Stadtgeschichte wie die Roßbrücke und der angrenzende Sedanplatz. Vom ersten Nachweis auf dem Merian-Stich aus dem 17. Jahrhundert bis zur modernen Neugestaltung in den 1990er Jahren spiegelt sich hier der Wandel von Krieg, Wiederaufbau und urbaner Erneuerung wider.

Mittelalterlicher Ursprung: Der Name sagt alles

Schon 1643 ist die Roßbrücke in der Stadtansicht des Kupferstechers Matthäus Merian zu erkennen. Die ursprüngliche Holzbrücke verband das Schäfertor mit der heutigen Leopoldstraße und diente als Pferdetränke – daher der Name „Roßbrücke“.

Stadtentwicklung vor 1945

Zwischen 1902 und 1912 wurden Enz und Nagold kanalisiert, um Hochwasser zu vermeiden. Parallel entstand eine Promenade mit Arkadenbauten, die der Innenstadt ein neues Gesicht gaben. 1910

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